Dr. Max Stadler -

zurück | Sitemap | Seite weiterempfehlen | Druckversion | 
Donnerstag, 9. September 2010

Stipendienkultur nachhaltig fördern

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch beschlossen, den gesamten staatlichen Anteil am geplanten Stipendienprogramm zu übernehmen. FDP-Bundesvize Andreas Pinkwart begrüßt die Entscheidung. Nun sei der Einstieg in ein privat-öffentliches Stipendienwesen geschafft. "Damit kann der Aufbau einer zweiten Säule der Studienfinanzierung beginnen, um noch mehr begabte junge Menschen für ein Studium zu gewinnen", so Pinkwart.

Ursprünglich sollten die Länder die Hälfte der staatlichen Mittel für das nationale Stipendienprogramm zahlen. Die volle Kostenübernahme des staatlichen Anteils durch den Bund war nun Voraussetzung für die Zustimmung der Länderkammer zu dem heftig umstrittenen Gesetz.

Das Ziel sind 160.000 zusätzliche Studierende, die mit einem 300 Euro - Stipendium ausgestattet werden, das zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von der Wirtschaft und von Ehemaligen finanziert wird. Für das Jahr 2011 sind die ersten 10.000 zusätzlichen Stipendienplätze angesetzt.

FDP-Hochschulexperte Andreas Pinkwart sieht nun die Länder in der Pflicht, ergänzende Anstrengungen zu unternehmen, damit die Hochschulen zügig eine leistungsfähige Fundraising-Infrastruktur aufbauen können. "Wenn die Hochschulen die erforderlichen Mittel zum Programmaufbau erhalten, werden sie auch sehr schnell dazu beitragen, dass mehr Stipendien bei Privaten eingeworben werden, als nun von der Bundesregierung als Co-Finanzierungsmittel vorgesehen sind", so Pinkwart.

Stipendienkultur dauerhaft aus ihrem Schattendasein befreien

Insgesamt sollen mit dem Programm rund zehn Prozent der Studenten gefördert werden. Dieses "ehrgeizige Ziel", werde von der FDP "jedenfalls mit Nachdruck weiter verfolgt", betonte der Landesvorsitzende der FDP NRW. Nur so könne man die "Begabungspotentiale gezielt heben und nachhaltig fördern".

Pinkwart ist sich sicher, dass die christlich-liberale Koalition mit der Entscheidung einen Meilenstein für eine neue Stipendienkultur in Deutschland gesetzt habe. "Das ist ein großer Erfolg für die schwarz-gelbe Koalition und für die Studierenden in unserem Land. Wir brauchen aber zusätzliche Anstrengungen, um die deutsche Stipendienkultur dauerhaft aus ihrem Schattendasein zu befreien", so Pinkwart.

Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Meinhardt, ist der Überzeugung, Deutschland unternehme nun endlich etwas gegen eine "beschämende Bilanz bei Stipendien". Für ihn ist es die richtige Entscheidung, "dass die Hochschulen bei den Verwaltungskosten unterstützt werden, denn immerhin muss hier eine vollkommen neue Förderstruktur aufgebaut werden".

Meinhardt fordert zudem eine schnelle Einigung mit den Ländern bei der BAföG-Modernisierung. "Es kann nicht angehen, dass sich hier die Länder aus der Finanzverantwortung herausnehmen. Besonders die Blockade der SPD-geführten Länder ist eine bildungspolitische Heuchelei", so Meinhardt. zurück

 zurück | Seite weiterempfehlen | Druckversion | zum Seitenanfang